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Ihr Reiseführer für Frankreich

Das Centre Georges Pompidou


Das Centre National dArt et de Culture Georges Pompidou, wie der große Komplex mit vollständigem Namen heißt, ist das größte Zentrum für moderne und zeitgenössischen Kunst und Kultur in Paris. Auf rund 78 000 Quadratmetern findet man hier die Bibliothèque Publique d’Information, in der 2000 Leseplätze für die Besucher angelegt sind.

 

Ein Publikumsmagnet ist das Musée National d’Art Moderne, das sich über die obersten drei Stockwerke erstreckt. In dem Museum für moderne Kunst sind 59 000 Werke ausgestellt, darunter Fotografien, Filme, architektonische Skizzen und berühmte Gemälde von Picasso, Miró, Giacometti, Kandinsky oder Chagall.

 


 

Es handelt sich um die zweitgrößte Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst weltweit. In dem Gebäudekomplex sind darüber hinaus das Zentrum für Industrie-Design und das Forschungszentrum für zeitgenössische Musik (Institut de Recherche et Coordination Acoustique/ Musique), ein Programmkino, ein Theater und Konferenz- und Veranstaltungsräume untergebracht. Das Centre Pompidou zieht jährlich über 8 Millionen Besucher an und ist somit das beliebteste Touristenziel in Paris noch vor dem Eifelturm.

Erdacht und geplant worden ist das Centre National d'Art et de Culture Georges Pompidou in den 70er Jahren von den Architekten Richard Rogers aus England und Renzo Piano aus Italien. Gemeinsam hatten sie damals an einem Wettbewerb teilgenommen, der auf Initiative des damaligen französischen Staatspräsidenten Georges Pompidou ausgeschrieben worden war.

 

Die Aufgabe bestand darin, ein Gebäude zu entwerfen, das Paris ins 21. Jahrhundert führen sollte. In diesem Gebäude sollten Kunst, Kultur und Wissen für alle Schichten der Bevölkerung gleichermaßen zugänglich sein. Der gewagte Entwurf von Rogers und Piano war damals sehr umstritten, denn nicht alle konnten sich mit den industriellen, futuristischen Zügen des Gebäudes anfreunden. Dennoch wurde 1977, nach fünfjähriger Bauzeit, das Centre Pompidou nach dem Siegerentwurf des Wettbewerbs gebaut.

Heute nennen die Pariser den gewaltigen Industriebau auch "Die Stadtmaschine", weil er mit seinem blauen Belüftungsrohren, den grünen Wasserleitungen, den gelben Stromkabeln und den roten Treppen wie eine gigantische Maschine wirkt. An der Außenfassade führt eine gläserne Rolltreppe bis hoch zum Dach. Je höher der Besucher fährt, desto weiter wird der Blick über Paris. Oben angekommen, kann man auf einer großen Dachterrasse einen Café au lait oder andere Erfrischungen genießen und sich vom Kulturspektakel erholen. Neben dem Café gibt es im Centre Pompidou auch ein Restaurant, in dem man sehr gut essen kann.

Wer das Centre Pompidou besichtigen möchte, kann an einer der zahlreichen mehrsprachigen Gruppenführungen teilnehmen. Doch auch ohne einen Fremdenführer wird man hier nicht alleine gelassen. Es liegen Prospekte und Erklärungen in zahlreichen Sprachen aus. Im Gebäude findet man neben einem Rollstuhlverleih auch einen Souvenir-Shop und einen Buchladen, in dem man sich ebenfalls vielsprachige Informationen in gedruckter Form beschaffen kann.

 


 

Nicht nur im Gebäude, sondern auch auf dem Vorplatz des Centre Pompidou herrscht ein buntes, kulturelles Treiben. Karikaturisten und Portrait-Maler bieten ihre Dienste an, Straßenkünstler und Musiker sorgen für eine weltoffene und fröhliche Atmosphäre.

Das Centre National d\\\'Art et de Culture Georges Pompidou ist an Werktagen von 12 Uhr bis 22 Uhr und am Wochenende von 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 18 Jahren haben freien Eintritt. Am ersten Sonntag im Monat ist der Zutritt zum Gebäude für alle Besucher kostenfrei.

 

 







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