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Ihr Reiseführer für Frankreich

Notre Dame - Die Glocken von Paris


Notre Dame. Das gotische Herz Frankreichs, gehört weltweit
mit zu den attraktivsten Kathedralen, eine unvergleichliche
Sehenswürdigkeit, der Victor Hugo mit seinem Roman: Der
Glöckner von Notre Dame, ein ewiges Denkmal gesetzt hat.
Die Kathedrale Notre Dame ist ebenso ein zeitgeschichtlicher
Spiegel, der mehrere Epochen erlebt und durchlebt hat. 1163
begann der Bau. Die Kirche zählt zur Sehenswürdigkeit Nummer
Eins in Paris. Ein magischer Anziehungspunkt.

Unverwechselbar in ihrer Schlichtheit, zieht sie Millionen Touristen
in ihren Bann und vereint zudem harmonisch romanische Strukturen
mit gotischen Strömungen, nah an der Seine, mit seiner ureigenen
Strömung. Von einer Lichterfahrt auf der Seine, erstrahlt Notre Dame
und der Reisende bekommt den Eindruck, dass die Zeit stehen geblieben
sein muss.
 


 

Die weithin auffallende horizontale der imposanten Fassade, fast
quadratisch, verführen und lassen unwillkürlich den Eindruck
einer reinen Ausgewogen hat, doch bei näherer Betrachtung liegt
das Auge falsch, denn weder die Türme sind gleich, noch die
Geschosse. Die Historie der Kathedrale ist voll von Ereignissen.

Immer wieder stand sie im Brennpunkt glanzvoller Krönungen,
und hätte Robespierre sie während der französischen Revolution
nicht zum „Tempel der Vernunft“ ausgerufen, wäre sie fast dem
Erdboden gleich gemacht. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.
Worte die noch heute im Mittelschiff nachhallen, Worte die ganz
Europa veränderten, wenn auch die aufgewiegelten Pariser ihr
während der Revolution arg zusetzen.
Dem Adel ging es an den
Kragen und in der Kathedrale ließ sich manch absolutistischer
Herrscher krönen, wie im 15. Jahrhundert Henry VI. von England,
König über Frankreich wurde, wobei sie keine reine Krönungskirche
ist. Ein Mann, der Europa erneut veränderte, Napoleon Bonaparte,
der korsische Emporkömmling, krönte sich 1804 in Notre Dame
selbst zum Kaiser der Franzosen und er tat dies in einem
selbstbewussten Moment von unverfrorener Frechheit, denn er
nahm Papst Pius VII. schlichtweg die Krone aus der Hand. Ein
Affront gegenüber der Kirche.

Über den drei Portalen fällt dem Besucher eine Galerie der biblischen
Könige auf. 1793 wollten die Franzosen alle Königen töten und so
wurden die wunderschön gearbeiteten Skulpturen heruntergerissen.
1977 wurden sie in einer Baugrube wieder entdeckt.
 
 


 
1944 dankte der
französische General de Gaulle in der Kathedrale Notre Dame
für die Befreiung der deutschen Besatzer. Paris jubelte und die
Glocken von Notre Dame verkündeten einen andauernden Frieden.
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist das gewaltige Rosettenfenster
von ca. 10 Meter Durchmesser.
 
Die beeindruckenden Portale von
Notre Dame, die verziert von grotesk anmutenden Fabeltieren sind
und Monstern, die den oberen Teil der Kathedrale bevölkern, sind oft
kopiert worden. Innen beherbergt Notre Dame reichhaltige Schätze,
doch den größten Schatz erlebt der Besucher wenn er einen der
Türme der Kathedrale besteigt. Von dort oben hat der Reisende einen
Blick der einem den Atem verschlägt. Paris liegt einem wortwörtlich
zu Füßen. Die Kathedrale von Notre Dame scheint der Mittelpunkt
von Paris zu sein, ja ganz Frankreich und Victor Hugo hat recht, wenn
er sagt: Das Schöne ist ebenso nützlich wie das Nützliche. Was besagt,
dass die Kathedrale von Notre Dame ein lebendiges Gotteshaus ist, wo
Begegnung ebenso zu hause ist, wie das Gebet und die Musik.







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