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Ihr Reiseführer für Frankreich

Die Basilika du Sacré-Coeur auf dem Montmartre


Hoch oben und Paris weit überschauend auf dem Montmartre liegt die Basilika Sacré-Coeur. Schneeweiß und mit einer Gesamthöhe von 83 m ist sie weithin in Paris zu sehen und bei klarem Wetter kann man von der Kuppel der Basilika bis zu 40 km in das umliegende Land blicken.

Sacre Coeur


Montmartre ist das pariser Künstlerviertel, auf einem Hügel in Mitten der großen Stadt liegend, und die Basilika sollte ein Kunstwerk darstellen, was beeindrucken sollte. Der Architekt Paul Abadie ließ sich eindeutig von großen Kirchen wie den Markusdom in Venedig und die Hagia Sofia in Istanbul inspirieren.

 


 

 

Sie wurde in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts entworfen und hatte hauptsächlich symbolischen Wert, diente aber auch gleichzeitig zum Gedenken der Gefallenen im französisch-preußischen Krieg, zur Busse der Verbrechen der Kommunarden, die Anfang der 70er versuchten, Paris auf sozialistische Art zu regieren und mit vielen Kämpfen verbunden war, und als Reaktion auf die Eroberung Roms durch Viktor Emanuel II. zur Vereinigung Italiens und der Gefangenschaft des damaligen Papstes Pius IX.

Ganze 40 Millionen Francs flossen in den Bau, die aus der Staatskasse und durch Spenden finanziert wurden. Gut 40 Jahre wurde an ihr gebaut, 7 Architekten waren daran beteiligt und wurde 1914 fertig gestellt, doch erst nach Kriegsende 1919 eingeweiht. Trotz einen starken Marien-Kultes um die Jahrhundertwende wurde sie dem \\'Herzen Jesu\\' gewidmet, nicht zuletzt um dem wieder frei gelassenen Papst Pius IX. zu gefallen, der die Jesu-Verehrung unterstützte.

Als Baumaterial wurde Tavertin benutzt, der durch die Witterung statt dunkler, heller wird, was die strahlend weiße Farbe erklärt. Um ein Absenken des schweren Baus entgegenzuwirken, ließ man 33 m tiefe Fundamente errichten. Die Kuppel des Sacré-Coeur misst ganze 55 m Höhe.


Sie hat ein sehr schönes Portal, reich verziert mit Reliefs und einer zweiflügeligen Bronzetür.
In dem dreibogigem Hauptportal stehen Reiterstatuen der Jeanne\'Arc und des Ludwig IX., die einen nationalistischen Wert haben. Jeanne d Arc führte die Franzosen gegen die Engländer an und Ludwig IX. wurde auch "der Heilige" genannt auf Grund seiner enormen Frömmigkeit und seiner großartigen Regentschaft, die Frankreich zum größten Königreich mit der größten Armee Europas machte.


In der Apsis befindet sich eines der größten Mosaiken der Welt des Künstlers Luc-Olivier Merson, welches einen Christus mit geöffneten Armen darstellt.
Die 19 Tonnen wiegende Glocke wurde in Annecy gegossen und ist eine der größten der Welt.

 


 

 

Über dem Hochaltar befindet sich eine Monstranz, ein liturgisches Schauobjekt aus Gold oder Silber mit Edelsteinen reich verziert, in dessen mittlere strahlenförmiger Halterung eine konservierte Hostie eingelegt wird, als Anschauung des Corpus Cristi.

Auf den Hügel des Sacré-Coeur kommt man über eine lange terrassenförmig angelegte Treppe mit über 200 Stufen von der Place Willette, seitlich der Basilika. Sie ist mit zahlreichen Beeten, Bäumen, Büschen und Blumenrabatten geschmückt und ist ein beliebtes Fotomotiv. Parallel zu ihr verläuft eine Seilbahn, mit der man mit einem Metro-Ticket bis zur Rue Foyatier fahren kann.

Sie ist abends bei Beleuchtung sowie morgens zum Sonnenaufgang sehr beeindruckend und der Blick von dieser Anhöhe auf ein endloses pariser Lichtermeer und bei Tage auf eine Stadt bis zum Horizont sind Momente, die man nie vergißt.

 







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