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St. Germain-des-Prés


St. Germain-des-Prés gehört zu den unbedingten Sehenswürdigkeiten in Paris, der Hauptstadt Frankreichs. Dabei handelt es sich um eine alte Abtei und zugleich um ein sehenswertes Stadtviertel, welches seinen Namen von der Abtei ableitet. Beides liegt im 6. Pariser Arrondissement, dem Arrondissement du Luxembourg am linken Seineufer.

Die alte Abtei St. Germain-des-Prés wurde bereits 557 von König Childebert I gegründet, allerdings unter dem Namen Saint-Viuncent-Sainte-Croix. Sie lag außerhalb des damaligen Stadtbereichs und sollte mitgebrachte kostbare Reliquien Saragossas beherbergen.

 


 

 

Später diente die Abtei als Bestattungsort für den König und wurde damit zu einer Familiengrabstätte der fränkisch-merowingischen Könige. 576 wurde der Heilige Germanus hier beigesetzt, der dann später auch nach dem Wiederaufbau im 10. Jahrhundert zum Namensgeber wurde. Der im 8. Jahrhundert heilig gesprochene Germanus von Paris war Bischof von Paris und außerdem Berater der Merowinger.

Die Kirche war zuvor im 9. Jahrhundert geplündert und niedergebrannt worden bei einem Wikinger-Überfall, der angeblich wegen der vergoldeten Dächer verübt wurde. Zu dieser Zeit trug die Kirche auch den Namen Saint-Vincent-le-Doré. Die Kirche selbst und auch der Palast des Abtes aus dem Jahre 1586 in der Rue Jacob sind noch erhalten geblieben, während spätere Erweiterungen der Abtei 1792 zerstört wurden. Zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche gehört der Chor, welcher 1163 durch Papst Alexander II. geweiht wurde. Pierre de Montreuil war seinerzeit der Baumeister.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Wandmalereien des Hippolyte Flandrin, einem Maler im Frankreich des 19. Jahrhunderts, die sich in der Kirche Saint-Germain-des-Prés befinden. Die Darstellung des Einzugs Christies in Jerusalem gilt als sein Hauptwerk. Sehenswert ist auch die integrierte Ausstellung zur Geschichte der Kirche und seines Viertels.

Die Kirche Saint-Germain-des-Prés lässt sich gut und bequem mit der Metro erreichen. Die günstigsten Metrostationen sind St.-Germain-des-Prés auf der Linie 4 bzw. Mabillon auf der Linie 10. Die Kirche ist beliebter Ausgangspunkt für einen geführten Spaziergang durch das Viertel St.-Germain-des-Prés, einem der lebendigsten Viertel in Paris. Hier lebten Persönlichkeiten wie Jean-Paul-Sartre, Albert Camus, Nerval, Georges Sand, Baudelaire und Oscar Wilde.

 




Der geführte Spaziergang kostet rund 5 Euro und wird im Allgemeinen über den Place Fürstenberg, der Rue de Buci zur Passage Dauphine bzw. der von Philipp II. errichteten Stadtmauer führen. Ein weiterer Anlaufpunkt wird der Spielplatz sein, wo zuvor das Illustre Theatre von Moliêre war. Auch das Hotel, in dem Oscar Wilde verstarb, steht auf der Liste, ebenso das Kabarett Die kleine Maure.

Aber auch ohne Führung wird in diesem Viertel die Lebenskultur Paris deutlich. Zu sehen sind Galerien, Antiquitätenläden, Jazz-Kneipen und auch das Procope, das älteste Café der Stadt. Die Passage Cour de Commerce lädt mit seinen kleinen Läden zum ausgiebigen Bummeln ein.

 







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