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Ihr Reiseführer für Frankreich

Das Nationale Automobilmuseum


Das Nationale Automobilmuseum (offiziell Citè de l`Automobile - Musèe National - Collection Schlumpf) ist das größte Automobilmuseum der Welt.
Es befindet sich in Mulhouse (Mülhausen) im Elsass, Frankreich.
Es besitzt eine Fläche von insgesamt etwas mehr als 25.000 Quadratmeter und beherbergt eine Vielzahl an verschiedenen Automobilen aus aller Welt.


Die Ursprünge dieser beeindruckenden Sammlung gehen auf die Zeit unmittelbar nach Ende des zweiten Weltkriegs zurück. Damals fingen die Brüder Hans und Fritz Schlumpf, Besitzer einer Textilfabrik in Mülhausen im Elsass an, ihren größten Hobby zu frönen: dem Sammeln vor allem älterer Automobile. Das Geld für diese teure Freizeitbeschäftigung nahmen sie aus den Kassen der elterlichen Textilfabrik, dessen Inhaber beide waren.

 


 


Jedoch belastete die Sammelleidenschaft der beiden Brüder die Firma so sehr, dass im Jahre 1977 die Firma Konkurs anmelden musste. Dadurch verloren etwa 2.000 Menschen ihren Arbeitsplatz und bei einer Streikkundgebung auf dem Gelände der Fabrik entdeckten Arbeiter in einer sonst verschlossenen Lagerhalle die immense Automobilsammlung.


Aufgrund des Protests der wütenden Angestellten, sowie des daraus entstehenden Skandals, da ja eine alte Elsässer bzw. französische Traditionsfirma wegen diesem Umstand bankrott ging, gingen die beiden Brüder schließlich in die Schweiz, wo beide bis zu ihrem Tod lebten.


Ursprünglich war geplant dass die gigantische Automobilsammlung der Gebrüder Schlumpf versteigert werden würde um die Gläubiger zu bezahlen.
Jedoch blieb diese wunderschöne Sammlung an Automobilen, nicht zuletzt durch den Einsatz des französischen Staates mit seinem damaligen Präsidenten Francois Mitterand, der Nachwelt bis zum heutigen Tage erhalten.


Heute sind in den Hallen dieses Museums insgesamt etwas über 500 Fahrzeuge ausgestellt. Die meisten der Fahrzeuge stammen aus der Anfangszeit der Automobile, Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1930er Jahre. Diese Sammlung lässt das Herz eines jeden Oldtimerliebhabers höher schlagen.

 

So findet man dort Fahrzeuge längst "ausgestorbener" Automobilmarken wie Maybach, De-Dion Bouton, Amilcar, Barraco, Zedel, Horlacher, Horch, Steyr, De Dietrich oder Soncin, sowie einige andere heute nicht mehr existierenden Automobilmarken. Doch auch alte Modelle von Fiat, Alta Romeo, Ford, Audi, Chrysler, Citroen oder Peugeot sind in dieser Sammlung zu finden.


Ein besonderes Prunkstück der Sammlung sind etwa 120 Fahrzeuge der elsässischen Edelmarke Bugatti. Diese von 1909 bis 1963 in Molsheim, Frankreich ansässige Firma produzierte noch zu deutscher Kaiserzeit edle Designerautos und war vor allem in den 1920er und 1930er Jahren für seine luxuriösen Sportwägen und seinen genial konstruierten Rennwägen bekannt.

 


 


Der legendäre Bugatti Royale 41 aus dem Jahre 1926, welcher damals selbst Edelmarken wie Maybach, Mercedes Benz, Rolls Royce oder Cadillac ernsthafte Konkurrenz machte ist ebenfalls mit gleich zwei Exemplaren dort ausgestellt. Weltweit gibt es nur noch sechs bekannte Exemplare dieses Autos.


Zur Erhaltung dieser einzigartigen Ausstellung an edlen Automobilen wurde 1981 ein Verein gegründet. Er besteht aus verschiedenen Stiftungen und Organisationen. Auch die Stadt Mülhausen und das Department Haut-Rhin sind an diesem Verein beteiligt, welcher erst die Sammlung kaufte und heute den Erlös der Besuchereinnahmen zur Deckung der Kosten, aber auch zu großen Teilen zur Wartung und Erhaltung des Museums verwendet.

 







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