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Ihr Reiseführer für Frankreich

Futuroscope - ein ganz besonderer Freitzeitpark


Mitten im Vienne, an der Strecke zwischen Paris und dem Atlantik, liegt die historische Stadt Poitiers. Und hier, in einer Hochburg der Religion, mit wertvollen religiösen Bauten wie die romanische Kirche „Saint-Hilaire“ (ein Kulturerbe der Unesco) und die „Notre Dame La Grande“, hier hat man einen der interessantesten Themen- und Freizeitparks Europas gebaut: das „Futuroscope“.

 

Auf den ersten Blick ein Widerspruch, nicht aber in Poitiers. Denn das „Futuroscope“ ist kein Freizeitpark wie viele andere, es ist ein außergewöhnlichen Park, im Prinzip ein Park, der sich mit der Zukunft des Kinos und mit der Illusion beschäftigt.

Der Park selbst hat schon etwas futuristisches: großzügig mit unzähligen Blumenbeeten, aber im Mittelpunkt die einzelnen Kinogebäude – Meisterstücke moderner, zukunftsweisender Architektur.

 


 

 

Jedes einzelne Bauwerk in einem völlig konträren Stil erbaut: so ein Kristallgebäude, mit einem Glasdach in dem sich ein kleiner See spiegelt, und nicht weit entfernt, das so genannte Pfeifenhaus, in Form und Aussehen einer gigantischen Orgel ähnlich. Oder die Glaspyramide mit einer riesigen Kugel. Ergänzt wird der Blick in die Zukunft durch einen Kinderpark für die ganz Kleinen, die hier unter Aufsicht ihr eigenes Erlebnis finden.

Die inhaltlichen Schwerpunkte bilden aber die unterschiedlichen Kinos, jedes auf seine Art und eine kleine Sensation. Unter einer riesigen Kuppel legt man sich in bequeme Sessel und unternimmt eine Weltraumfahrt, die der Wirklichkeit sehr nahe kommt. Genau umgekehrt werden in einem anderen Kino tolle Effekte am Fußboden inszeniert. Rufe des Erstaunens und der Überraschung wenn man glaubt, mitten auf einem See zu stehen oder von Fischen umgeben zu sein.

 

Auf der ganzen Welt soll es nur zwei Boden-Leinwände geben. Andere Kinos zeigen Filme in dreidimensionalem Format, wo die Besucher mit entsprechenden Brillen ausgestattet werden.

Ein absolutes Highlight sind aber die unterschiedlichen Leinwände: so eine 360-Grad-Leinwand, eine weitere Leinwand an der Decke, eine Leinwand mit einer halben Rundung oder, grandios, eine Leinwand, die aus über 300 Monitoren besteht. Der Park verfügt auch über ein eigenes Planetarium mit einem Vorführraum, in dem spannende Filme über das Weltall gezeigt werden.

 

Da diese Vorführungen dreidimensional sind und die Besucher auch hier spezielle Brillen bekommen, fühlt man sich in der Tat mitten im Geschehen. Fliegen kleine Meteoriten durch das All, dann ziehen alle Zuschauer die Köpfe ein, so dicht ist man dabei.

Ein lustiges Erlebnis ist das Rüttelkino mit dem Namen „Peur dans la mine“. Man sitzt eigentlich zuerst wie in einem ganz gewöhnlichen Kino – aber dann: Man rast mit einer Lore durch ein uraltes Bergwerk, wird nach links und rechts geworfen, wird kräftig durchgeschüttelt und hat immer das Gefühl, die Fahrt wird in einer Katastrophe enden. Ein weiteres Rüttelkino ist das „Le Defi d'Atlantis“.

 


 

 

Hier wird man in ferne, genial gezeichnete Zukunftswelten entführt – fest geschnallt auf seinem Rüttelsitz, wird man mit 3-D-Brille entführt in eine geheimnisvolle Zukunftswelt. Ähnliches erfährt man im Kino „La Vienne Dynamique“ während einer Fahrt mit einem Rennwagen durch eine Kleinstadt.

Da es mehrmals am Tage auch spezielle Shows zum Staunen für die Besucher gibt, ist ein Besuch des „Futuroscope“ an einem Tag kaum möglich. Es lohnt sich auf jeden Fall zwei Tage einzuplanen, denn solche spannenden Erlebnisse für Jung und Alt wird man nirgendwo sonst erleben, wenn man ein Faible für das moderne, außergewöhnliche Cinema hat.

 







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