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Ihr Reiseführer für Frankreich

Der Jura


Der Jura ist ein französisch-schweizerisches Grenzgebirge.


Es erstreckt sich etwa ab dem Ort Voreppe an der Isere nordostwärts bis zur Stadt Chambery in Savoyen. Dort macht der Jura einen Knick nach Norden bis in die Gegend um die Schweizer Stadt Genf, biegt dann wieder Richtung Nordosten ab und endet schließlich südlich der Schweizer Großstadt Basel im Kanton Solothurn.

 

Dieses Gebirgssystem bildet auf langer Strecke die Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Deshalb wird der Höhenzug in einen Schweizer und einen Französischen Jura unterteilt. Er erreicht Höhen von über 1.700 Metern über den Meeresspiegel, wovon die höchsten drei Gipfel

 


 


(Cret de la Neige 1.720 m, Reculet 1.717 m, Colomby de Gex 1.689 m) auf französischer Seite im Department Ain liegen.
Entstanden ist dieser Gebirgszug in der erdgeschichtlichen Ära des Jura vor etwa 210 bis 140 Millionen Jahren. Damals befand sich an Stelle des Gebirges ein Meer und durch tektonische Tätigkeiten am Meeresgrund wurde dieser angehoben und bildete durch Auffaltung das Gebirgssystem des Jura.

 

Jura im Winter


Das Landschaftsbild des Jura ist geprägt von bewaldeten Höhenzügen und teilweise sehr imposanten Felsformationen oder Felsschluchten.
Der Jura ist heute ein ganzjährig vielbesuchtes Urlaubs- und Naherholungsgebiet. Im Sommer wird es vor allem von Wandertouristen und Sommerfrischlern besucht, während im Winter zahlreiche Wintersportler die Pisten und Loipen der vielen Wintersportorte bevölkern.


Der Jura ist durch zahlreiche Wanderwege sehr gut erschlossen und lässt sich so sehr gut studieren. Er beherbergt zudem eine Vielzahl an selten gewordenen Tierwarten. So sind in den weiten Wäldern des Juras wieder Wolf, Luchs, sowie Wildkatze heimisch. Außerdem kommen dort eine beachtliche Anzahl an Rot- und Schwarzwild vor, die man als Wanderer mit etwas Glück zu Gesicht bekommen kann.


Charakteristisch sind die Cluses (dt. Klusen) welche im gesamten Gebiet des Jura vorkommen. Es handelt sich hierbei um sehr enge Schluchten, welche auch sehr tief sein können und oft nur von einen kleinen Gebirgsbach entwässert werden. Dabei kann man oft an den Felswänden der Cluses die verschiedenen Gesteinsschichten gut erkennen.


Im südwestlichen Teil des Jura, zumeist im französischen Department Doubs, finden sich auch eine große Anzahl an Seen. Sie haben die Besonderheit, dass sie fast alle nicht im Tal, sondern weiter oben in Hochtälern liegen.


Weitere markante Natursehenswürdigkeiten des Juras sind zahlreiche Höhlen und Flußquellen, welche sich oft durch enge Gebirgsschluchten winden und ähnlich einer Klamm in den Alpen eine wildromantische Schönheit ausstrahlen.

 


 


Da diese Seen aufgrund der umliegenden Berge von kalten Winden und Luftmassen weitgehend geschützt sind, wird an einigen dieser Gewässer intensiver Weinbau betrieben.


Der Jura an sich ist relativ dünn besiedelt. Nur in den niedrig gelegenen Tälern stößt man auf Kleinstädte. Am Rand des Jura hingegen befinden sich auch einige größere Städte. Das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des französischen Jura ist die etwa 120.000 Einwohner zählende Hauptstadt des Departments Doubs, Besancon.

 

Diese Stadt ist Veranstaltungsort einiger Festivals und besitzt eine große Anzahl an Museen, Galerien und sonstigen kulturellen Einrichtungen. Hauptsehenswürdigkeit ist die Zitadelle der Stadt, welche auch ein Auarium und einen Zoo beherbergt.
Weitere bedeutende Orte sind die am Westrand des Jura liegenden Orte Lons-leSaunier mit seinen Thermalquellen und das historische Bourg-en-Bresse mit seinem mittelalterlichen Stadtbild.

 

 







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