Die Pyrenäen - Natur, die Sehnsucht schafft!
Wer sich auf den Weg macht, die Pyrenäen kennenzulernen, der begibt sich auf eine Reise in eine so vielfältige Naturlandschaft, die ihn fordern aber auch begeistern wird.
Die Pyrenäen bilden eine natürliche Grenze zwischen Frankreich und Spanien, sie ziehen sich vom Mittelmeer bis hin zum Atlantik.
Auf der Nordwestseite in Frankreich herrscht ein etwas feuchteres Klima als im Süden und Osten auf spanischer Seite. Trotzdem: beide Regionen haben ihren ganz eigenen Reiz.
Dieses Hochgebirge mit Berggipfeln von fast 4000 Meter (die höchste Erhebung ist der Pico de Aneto mit 3404 Metern) und insgesamt 200 Gipfeln von über 3000 Meter wird leider noch zu selten von bergbegeisterten Touristen als Reiserziel wahrgenommen. Jeder fährt in die Alpen, nur wenige wissen bisher die grandiose und vor allem intakte Tier- und Pflanzenwelt der Pyrenäen zu schätzen.
Egal, ob man sich zu Fuß aufmacht (wie z.B. Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela) oder mit dem Motorrad oder dem Fahrrad unterwegs ist, es gibt überall verstreut kleinere und größere Hotels und für ganz Naturverbundene auch Campingplätze.
Die Bewohner der Pyrenäen leben vor allem von ihren Tieren und der Herstellung verschiedenster Käsesorten aus Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch. Vor allem die westlichen Pyrenäen sind weltbekannt für ihren Käse, der in Kalksteinhöhlen seiner Reife entgegenruht. Wer kennt ihn nicht, den berühmten Pyrenäenkäse in seiner schwarzen Wachsschicht.
Die Vorgebirge, sowohl auf französischer wie auf spanischer Seite dagegen sind eher bekannt für den Anbau hervorragender Weinsorten.
Für echte Naturfans gibt es in den Pyrenäen drei Nationalparks. Der älteste ist der Ordesa y Monte Perdido, südlich vom Cirque de Gavarnie gelegen.
Er umfasst eine Fläche von etwa 2175 ha und ist damit der kleinste. Ebenfalls auf spanischer Seite lädt der Nationalpark Aigüestortes i Estany de Sant Maurice zu einem Besuch ein. Auf französischem Boden wurde 1967 der Bereich von Lescun im Vallee d\\'Aspe im Westen bis zum Néouvielle-Massiv im Osten zum Nationalpark erklärt.
Das Leben in den Pyrenäen ist, bedingt durch Witterungseinflüsse und die Beschaffenheit der Landschaft, oft sehr hart. Bodenständigkeit und Realitätssinn sind in dieser Region überlebenswichtig. Das sieht man den Einwohnern der vielen kleinen Bergdörfer durchaus an.
Trotzdem sind sie sehr freundlich und für Gäste offen. Trotz aller Härten, die das Leben im Gebirge mit sich bringt, herrscht ein mediterraner Lebensstil. Schon deshalb lohnt es sich, dort eine Pause einzulegen und die fantastische Landschaft bei einem Stück Käse und einem Glas kräftigem Wein zu genießen.
Wer die Pyrenäen besucht, wird unweigerlich ein Gefühl der Freiheit in sich spüren. Dieser Flecken Erde mit seiner wilden Schönheit wird den Stress, den der Urlauber meist mitbringt, sehr schnell in erholsame Entspannung verwandeln. Wer sich auf diese Landschaft einlässt und sie mit offenen Augen wahrnimmt, der wird immer wieder zurückkommen wollen.
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