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Vogesen - Gebirge in Frankreich
Die Vogesen sind ein Mittelgebirge in Ostfrankreich mit einer Gesamtlänge von 180 Kilometern. Das früher auch Wasgenwald genannte Gebirge entstand vor 50 Millionen Jahren im Tertiär gemeinsam mit dem Schwarzwald. Heute trennt der Oberrheingraben die beiden Bergketten. Charakteristisch für die Vogesen sind sanfte Berghänge, eine malerische Seenlandschaft, reich verzierte Fachwerkbauten und bedeutsame archäologische Stätten.

Die Nordvogesen bestehen aus rotem Gneis und werden auch Sandsteinvogesen genannt. Das Gebiet ist stark bewaldet und verzeichnet viele Sonnenstunden. Die höchste Erhebung ist der 1009 Meter hohe Donon, unweit der Quellflüsse der Saar. Auf dem tafelartigen Berggipfel ließ Napoleon III. einen Tempel errichten. Bei guter Sicht genießt man ein traumhaftes Panorama vom Schwarzwald bis zu den Alpen.
Runde Bergkuppen sind das Markenzeichen des "Landes der 1000 Seen", der Südvogesen. Hier befindet sich mit dem 1424 Meter hohen Großen Belchen die größte Erhebung des Gebirges. Der Berggipfel ist touristisch gut erschlossen. Neben einem Hotel und einem Restaurant befindet sich hier auch ein Denkmal für ein Gebirgsjägerbataillon des I. Weltkrieges und eine Radarstation mit Aussichtsplattform.
Bei extrem guter Fernsicht reicht das Auge bis Liechtenstein und zum Mont Blanc.
Die unbewaldeten Hänge des 1363 Meter hohen Hohneck vermitteln dem Betrachter alpines Flair. An den Hängen tummeln sich Gämsen und auch Luchse sind hier beheimatet. Seltene Hochgebirgspflanzen begleiten den Wanderer auf dem Weg zum Gipfel.
Das ursprünglich von Kelten, Römern, Alemannen und Franken besiedelte Gebiet der Vogesen birgt zahlreiche kulturhistorische Sehenswürdigkeiten und lohnende Ausflugsziele.
Strasbourg ist die historische Metropole des Elsass, auch heimliche Hauptstadt Europas genannt, da sich mit dem Europarat oder dem Europaparlament zahlreiche wichtige Einrichtungen in der Stadt befinden. Die malerische Altstadt ist eine Augenweide. Mittelpunkt ist das aus rotem Vogesensandstein errichtete Münster, der Münsterplatz zählt zu den schönsten baulichen Anlagen Europas. Sehenswert sind auch das mit kunstvollen Schnitzereien versehene Kammerzellhaus und das romantische Gerberviertel am Ufer der Ill mit seinen verwinkelten Gässchen und Kanälen.
Um die Vogesen ranken sich mystische Sagen und Legenden. So soll sich bei Melissey ein "drehender Stein" befinden. Welcher, während er sich all 100 Jahre einmal um sich selbst dreht, für einen kurzen Augenblick einen kostbaren Schatz freigibt.
Bei Ronchamp auf dem "runden Feld" war Caesar einst siegreich gegen die Germanen. Die heutige Attraktion des Ortes ist weitaus jüngeren Datums. 1955 errichtete der Bauhaus-Architekt Le Corbusier hier die Kapelle Notre-Dame du Haut.
12 warme Quellen sprudeln seit der Antike in Luxeuil les Bains. Hübsche Renaissancehäuser säumen die Straßen und Casino, Thermalbäder oder Golfplatz laden ein zum Relaxen. Luxeuil les Bains ist auch die Stadt der Spitze. Seit 1858 hier ein Sonnenschirm für die französische Kaiserin gefertigt wurde, wird die Tradition gepflegt und weitergegeben.
Mulhouse wird überragt vom 97 Meter hohen Turm der Stephanskriche. Im Rebberg Viertel findet man stattliche Villen im englischen Stil. Das 1553 errichtete Rathaus beeindruckt mit herausragenden Gemälden.
Colmar gilt als Weinstadt der Vogesen. Im berühmten Unterlinden Museum kann der kostbare Altar von Mathias Grünewald bestaunt werden. 111 Köpfe schauen von der Fassade des Kopfhauses auf die Passanten herab. Zum Bummeln lädt eine der größten Fußgängerzonen Frankreichs ein. Einen Hauch von Venedig verbreiten die Brücken der Stadt.
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