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Küsten in Frankreich - die Atlantikküste
Die französische Atlantikküste erstreckt sich in einer nach innen gewölbten Form von der Grenze zu Spanien ganz im Süden bis hinauf in die nördlich gelegene Bretagne. Sie zeichnet sich aus durch kilometerlange Sandstrände mit großflächigen Dünenlandschaften, die sich für herrliche Spaziergänge eignen und durch felsig-rauhe Küstenabschnitte, die durch ihren malerischen Reiz bestechen.
Im Gebiet der Bretagne im Westen Frankreichs zeigt sich die Küste eher bizarr und schroff; es ist eine große Halbinsel, deren Küstenlinie die längste aller französischen Regionen ist. Der Besucher findet dennoch viele malerische Buchten mit kleinen, anheimelnden Stränden, die zum Verweilen einladen. Besonders berühmt ist die bretonische Küste wegen ihrer zahlreichen megalithischen Monumente.
Die großen, antiken zumeist im Steinkreis aufgestellten Monumente gelten als Kraft- und Energiequellen und ziehen alljährlich viele Touristen an.
Ansonsten ist die Atlantikküste- anders als die Mittelmeerküste- eher ruhig und karg, mit wenig Sehenswürdigkeiten, zeichnet sich dabei aber umso mehr durch ihre malerische Schönheit und den magischen Zauber aus, der auf ihr liegt.
An der südlichen Biskaya, der "Cote Basque", die in der Nähe der Pyrenäen liegt, wird die Küste ebenfalls steil und felsig. Seine Blütezeit hatte dieses Gebiet Anfang des vergangenen Jahrhunderts, wo man es als Erholungsgebiet der Reichen und Begüterten sehr zu schätzen wusste. Aber auch heute noch ist dieser Teil der Atlantikküste sehr populär und zieht jährlich Tausende von Urlaubern an. Die bekanntesten Städte sind Bayonne, Biarritz und St. Jean de Luz.
Das ehemalige Fischerdorf Biarritz wurde quasi über Nacht berühmt, da Napoleon III hier die Villa Eugéne zu Ehren seiner Gemahlin erbauen ließ. Seitdem hat sich das Städtchen zu einem beliebten und mondänen Badeort mit Kurcharakter entwickelt.
Zwischen der Bretagne und der Biskaya ist die Küste relativ niedrig und zeichnet sich durch sumpfigen oder sandigen Boden aus. Die bedeutendsten Häfen an diesem Küstenabschnitt befinden sich in La Rochelle und Rochefort.
La Rochelle war der Hauptstützpunkt der Hugenotten zur Zeit der Religionskriege im 16. Jahrhundert. Deshalb stehen am Hafen alte Türme und Wachtürme, die einst die Hafeneinfahrt beleuchteten. Heute ist La Rochelle ein wichtiges Handelszentrum an Frankreichs Atlantikküste.
Weitere wichtige Städte an diesem Küstenabschnitt sind: Arcachon, Royan und Les Sables d\\' Olonne. In der Nähe von Arcachon befindet sich die höchste Sanddüne Europas, die La Dune Pilat. In über 100 m Höhe eröffnet sich dem Besucher ein grandioses Panorama auf den Atlantischen Ozean und die umliegenden Wälder.
Arcachon ist sowohl als Sommer- als auch als Winterresidenz bestens geeignet. Die mächtigen Kiefern, von denen Arcachon umgeben ist, bieten auch im Winter besten Schutz vor den heftigen Sturmwinden, die vom Ozean hereinwehen können.
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