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Ihr Reiseführer für Frankreich

Mittelmeerküste des Languedoc-Roussillion

- Im Gebiet der Katharer


Ganz im Südwesten Frankreichs liegt die Region Languedoc-Roussillion, die sich entlang des Mittelmeeres bis zur spanischen Grenze zieht. Die Hauptstadt Montpellier befindet sich fast ganz im Osten der Region. Zum Meer hin liegen wunderbare Strände und Lagunen mit hervorragenden touristischen Einrichtungen, die einen Urlaub unter französischer Sonne in mildem Mittelmeerklima bieten. In das Landesinnere wird die Natur sehr viel bergiger und trockener, denn sie geht hier in die Pyrenäen über.

Die Natur ist eher mediterran mit flachen Buschwerk und den schönen gelben Ginsterbüschen durchzogen. Hier im hügeligen Land wird die Hälfte des Tischweines Frankreichs produziert. Während die Languedoc einst einmal unabhängig war, gehörte Roussillon einst zu Spanien. Und das merkt man heute noch in jedem Winkel der Gegend: von der Vorliebe zur Corrida, dem spanischen Stierkampf, über die bunten Häuser bis hin zur Paella. Sie wurde erst 1659 an ein siegreiches Frankreich abgetreten und ist bis heute dort geblieben.
Amtssprache ist zwar französisch, jedoch spricht man noch okzitanisch, die Sprache der Troubadoure, und katalanisch.

 




In den rauhen Höhenlagen der Cerdagne und den Hügeln von Corbiére bis in die tiefen Schluchten der Languedoc gibt es unberührte, faszinierende Natur. Hier liegen Städte wie Montpellier, eine alte Universitätsstadt und Nimes, wo man einer Corrida beiwohnen kann. Die gesamte Region ist ein Misch aus alt und neu: auf uralten Klöstern gewinnt man Energie mit Solarzellen und römische Tempel schmiegen sich an moderne Häuser. Aus der Prähistorischen Zeit findet man an vielen Orten Dolmen und Menhire sowie weitere megalithische Zeugnisse.

In Nimes wurde eine der ersten Städte des römischen Reiches auf gallischem Boden errichtet. Zeugnis davon legt heute noch das große Amphitheater und die beeindruckende Pont du Gard ab. Dieses Aquedukt hat 3 Bogenreihen übereinander und ist ganze 49 m hoch. Es wurde bereits von den Römer als beeindruckendstes Bauwerk ihrer Zeit bezeichnet.

Kloster wie das St.-Martin-du-Canigou, St.-Michel-de-Cuxa und St.-Guilhelm-le-Désert sind wunderbare Beispiele romanischen Baustils ohne gotischen Einfluß.

Die Languedoc ist das Zentrum der Katharer gewesen, einer christlichen Sekte, die zahlreiche Burgen und Befestigungsanlagen hinterlassen haben, die heute noch von ihren tragischen Ende erzählen. Montségur war die letzte Festung der Katharer und viel 1244. Die Massaker von Bézier und Minerve kosteten Tausenden von Katharern das Leben.

Carcassonne ist eine perfekt restaurierte mittelalterliche Zitadelle, mit kleinen verwinkelten Gassen und schönen Plätzen. Die Stadtmauer und die vielen Türme und Türmchen sehen von weitem eher wie eine Vision aus. Durch das Eingangstor gehend ist es, als würde man einen Zeitsprung machen.

In Perpignon befindet man sich schon auf katalonischem Gebiet. Dieses sieht man nicht nur an den bunten Häuserfassaden, sondern merkt man auch an der Sprache und der Mentalität der Menschen.

 




In Narbonne stehen die ältesten Kornsilos aus dem I. Jahrhundert v. Ch. und von den Römern erbaut.

Sète ist einer der wichtigsten Fischereihäfen der Region und hat einen wunderbaren Hafen.

Der Canal du Midi verläuft quer durch das Gebiet. Er verbindet Sète mit Toulouse und wurde einst zum Warentransport genutzt.

Die Languedoc-Roussillion hat mehrere Höhlen, die man besichtigen kann. Sie haben die interessantesten Formationen und bilden teils riesige unterirdische Säle, einige sogar mit Seen und Fluβläufen.







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