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Die Mittelmeerküste
- zwischen Traum und Wirklichkeit
Wer sich auf den Weg macht, die französische Mittelmeerküste zu erkunden, der wird sprichwörtlich (s)ein "blaues" Wunder erleben. Denn was er zu sehen bekommt, wenn er sich an der Küste dieser so beliebten Region entlangbewegt, ist ein wirklich einzigartiges Schauspiel.
Die französische Mittelmeerküste teilt sich in zwei Abschnitte, die durch das Rhone-Delta voneinander getrennt sind. Der bekanntere Teil ist sicher der, der sich über die Regionen Provence, Alpes und Cote-d\\'Azur im Norden erstreckt. Weniger bekannt ist hingegen der südliche Küstenstreifen in den Regionen Languedoc und Roussillon.
Für eine Tour durch diese fantastische Küstenlandschaft eignet sich am besten das eigene Auto. Da man, zumindest von Deutschland aus gesehen, von Norden her kommt, stehen zuerst die bekanntesten und am meisten besuchten Städte wie Menton, Monte Carlo, Nizza und als Endpunkt St-Tropez auf dem Programm. Überall begegnet einem hier Luxus pur. Im Jachthafen von Monte Carlo bekommt der Bootsinteressierte Schiffe zu Gesicht, die ihm bewusst machen, was für viel Geld alles gebaut werden kann. Wirklich beeindruckend!
Wer länger bleiben will, was wirklich lohnenswert ist, braucht allerdings einen gut gefüllten Geldbeutel. Schließlich hält man sich im Dunstkreis der Reichen auf. Trotzdem lohnt es sich, die herrliche Küstenlandschaft zu genießen: gepflegte Städte, ein von den Ausläufern der Alpen geprägtes Hinterland, herrliche Strände, azurblaues Wasser und Sonne satt.
Bei dieser extremen Sonnensicherheit fast das ganze Jahr über ist es übrigens durchaus verständlich, dass die französische Mittelmeerküste von den Reichen und Adligen früher als Winterdomizil ausgesucht wurde. Weil die Küste dieser Region ziemlich zerklüftet ist, gibt es unzählige und sehr idyllisch gelegene Buchten, die zum Baden animieren.
Wer sich für die Schifffahrt interessiert, sollte einen Abstecher nach Marseille oder Toulon mit ihren Hafenanlagen machen.
Der südlicher gelegene Teil der Küste, der bis nach Perpignan reicht, verdankt sein landschaftliches Gesicht mit schroffen Felsenküsten den hier auslaufenden Pyrenäen. Es gibt aber auch weitläufige Strände, die sich dem Besucher auf 200km Länge präsentieren und geradezu einladen, sich nach den vielen Eindrücken abzukühlen. Das ist auch nötig, denn in dieser Region scheint die Sonne fast immer.
Auch die Erkundung des Hinterlandes sollte in Angriff genommen werden. Sobald man die Küste verlässt, eröffnen sich einem tiefe Schluchten, es gibt beeindruckende Grotten auszukundschaften. Römische Aquädukte und Burgen aus der Katharer-Zeit werden den geschichtlich Interessierten ebenso begeistern wie so manche historische Stadt (hier sei Narbonne erwähnt) oder romanische Klosteranlagen. Es gibt also unendlich viel zu entdecken, sobald das Küstengebiet nur ein paar Kilometer hinter einem liegt.
Die französische Mittelmeerküste, eine Region, die zu besuchen sich wirklich lohnt. Vielleicht ist es gut, eine solche Tour nicht im Hochsommer in Angriff zu nehmen, denn dann ist hier alles überlaufen. Das späte Frühjahr oder der Spätsommer bieten sich an. Das Frühjahr, weil der Reisende dann Zeuge der erwachenden Natur werden kann und der Spätsommer, weil es nicht mehr ganz so heiß ist. Außerdem sind zu diesen Jahreszeiten viele Touristen noch nicht oder nicht mehr da.
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