Ardenne - Region in Frankreich
Auf einer Fläche von 25 000 Quadratkilometern erstreckt sich die Region Champagne Ardenne im Nordosten Frankreichs. 1,3 Millionen Einwohner leben in dem geschichtsträchtigen Naturparadies, unweit der Landeshauptstadt Paris.
Ausgedehnte Wälder, in denen schon Karl der Große auf die Jagd nach Rebhühnern ging, bestimmen das Landschaftsbild. Die Bergketten der Ardennen werden von sanften Tälern zerschnitten.
An den Hängen gedeiht köstlicher Wein, welcher zu edlem Champagner verarbeitet wird. 650 Kilometer Wasserstraßen durchkreuzen das Gebiet, welche bis zu 300 Meter tiefe Täler in die Bergmassive der Ardennnen gruben. Der Lac du Der-Chantcoq ist der größte Stausee Frankreichs. Im Herbst rasten an seinen Ufern Zigtausende Kraniche auf dem Weg in ihr Winterquartier.
Bei einem Bummel durch die charmanten mittelalterlichen Fachwerkstädte begegnet man den Spuren der langen und wechselvollen Geschichte einer der ältesten Regionen Frankreichs.
Am Ufer der Marne liegt Chàlons-en-Champagne, die Hauptstadt der Region Champagne Ardenne. Bereits 451 kämpften römische Truppen hier, während der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern, gegen Attilas Heer. Die langjährige Regentschaft der Bischöfe prägte Wohlstand und Architektur der Stadt.
Prächtige Sakralbauten, wie die Kathedrale Saint Etienne mit ihren gotischen Spitzbögen und herrlichen Buntglasfenstern, sind steinerne Zeugen einer blühenden Vergangenheit. Ein imposanter Triumphbogen erinnert an die Durchreise Marie Antoinettes, auf dem Weg von Wien nach Paris zu ihrer Hochzeit mit Ludwig XVI. Die Jard Parkanlagen sind eine grüne Oase im Herzen der Stadt, besonders beeindruckend ist eine aus Blumen gestaltete Uhr.
Bis in die Bronzezeit zurück reicht die Geschichte von Reims. In der mächtigen Kathedrale Notre-Dame ließ sich 816 Ludwig der Fromme, Sohn Karl des Großen zum Kaiser krönen. Zwischen dem 12. und dem 19. Jahrhundert wurden in den Mauern der Kathedrale weitere 24 französische Könige in ihren Stand erhoben.
Das Bauwerk ist eines der bedeutendsten Gotteshäuser der Christenheit und wird auch "Kathedrale der Engel" genannt. Grund hierfür sind die riesigen Engelsfiguren, welche die Nischen der Seidenpfeiler schmücken. Ihr prominentester Vertreter, der "lächelnde Engel", wurde zum Wahrzeichen der Stadt. Reims gilt auch als Zentrum der Champagnerherstellung. In den Schächten und Tunneln der Kalkfelsen unter der Stadt lagert manch prickelnde Köstlichkeit.
Charleville-Mèzières im Maastal trägt den Beinamen "Tor der Ardennen". Der Prachtvolle Fürstenplatz ist ein herausragendes Beispiel für die Architektur des 17. Jahrhunderts in Frankreich. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Schriftsteller Arthur Rimbaud, dem in der "Alten Mühle" eine Ausstellung gewidmet ist. Alle drei Jahre zieht das internationale Marionettenfestival Begeisterte aus aller Welt in den Bann dieser, nicht nur bei Kindern beliebten, Darbietungen.
Bereits im 12. Jahrhundert war Troyes ein blühender Handelsplatz. Seide und Waren aus dem Orient wurden hier umgeschlagen. Die liebevoll restaurierte Altstadt ist ein Kleinod. Malerische Fachwerkbauten mit kunstvollen Fassaden und idyllischen Hinterhöfen säumen die verwinkelten Gassen. Die 1262 unter Papst Urban IV. errichtete Kathedrale Saint-Pierre-et-Saint-Paul zieren wertvolle Glasgemälde.
Das Wahrzeichen von Chaumont ist ein 600 Meter langes Eisenbahnviadukt mit 50 Bögen, welches 1857 erbaut wurde um die, auf einer Hochebene gelegenen Stadtteile, per Eisenbahn zu erreichen. In Chaumont residierten seit dem 10. Jahrhundert die Grafen von Champagne, ihre Burg kann besichtigt werden.
Kirchliche Prachtbauten der Gotik und Renaissance schmücken die Straßen der Stadt.
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