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Ihr Reiseführer für Frankreich

Das Elsaß - eine Region in Frankreich


Viele Weintrinker und Gourmetfreunde kennen die kleine linksrheinische französische Region, die sich von Alpen hoch nach Strasbourg (Straßburg) zieht: das Elsaß bzw. Elsass. (frz. Alsace).

Geschichtlich war die Region jahrhundertelang zwischen Deutschland und Frankreich der Zankapfel, der zur Erbfeindschaft wesentlich beitrug: Als Ergebnis des Deutsch-Französischen Krieges kam das Elsaß 1871 zum neuen deutscher Reich, dessen Untergang dann 1918 die zweisprachigen Elsässer wieder zu Franzosen machte.

 

Erst Gustav Stresemann und Aristide Briand begannen die Erbfeindschaft aufzulösen, doch Nazideutschland und 2. Weltkrieg zerstörten dies. Dann erst mit der deutsch-französischen Freundschaft (begründet durch Konrad Adenauer und Charles de Gaule) ab Mitte der 50er-Jahre wurde aus dem Zankapfel ein vermittelndes Moment zwischen Deutschen und Franzosen; dass die Hauptstadt der Region Elsaß (Straßburg) bis heute Sitz des europäischen Parlaments ist, tut sein übriges hinzu.

 




Die Verkehrswege sind gut ausgebaut und erlauben eine problemlose Anreise und Fortbewegung nach und im Elsass: mit dem Auto über die mautfreie Autobahn, per Zug mit dem schnellen TGV, per Flugzeug über die Flughäfen Basel-Mülhausen oder Straßburg, und sogar per Schiff auf dem Rhein, für alle, die ihre Anfahrt und ihren Aufenthalt genießen wollen.

Staßburg ist der Einstieg für fast jeden Besucher aus Deutschland, die historische Altstadt, idyllisch am Rhein gelegen, ist auch jeden Besuch wert. Ebenfalls sehr sehenswert: der Münsterplatz – einer der schönsten europäischen Stadtplätze. Angeführt von der Westfassade des kirchlichen Münsters, stehen hier viele, teilweise bis zu fünfgeschossige Fachwerkhäuser im alemannischen Stil.

 

Wenn man sich genug an der Kultur der Stadt gelabt hat, dann zieht es einen sicherlich in eine der vielen Restaurants des Gerberviertels. Hier kann man dann französische feine Küche neben der ländlich elsässischen Küche genießen. Empfehlenswert ist beispielsweise Flammkuchen (elsässisch Flammekueche, franz. Tarte flambée = flambierter Kuchen/Torte) ein sehr dünn ausgerollter Teigboden auf Hefebasis mit dem Belag aus rohen Zwiebeln, Speck und einer leicht gewürzten Sauerrahmcreme. Dazu dann die ein oder andere Flasche hervorragenden einheimischen Weißweins, bevorzugt in der trockenen und leichten Variante.

 




Am nächsten Tag kann man dann sich zur Entdeckung der reichen kulinarischen Tradition der Elsässer auf mehreren Feinschmeckerrouten durch die Region bewegen. Die Straße des gebratenen Karpfens ist ein ausgezeichneter Grund, für Spaziergänge und Fahrradtouren im Süden des Elsass. Noch beliebter ist die Sauerkrautstraße, die den Freunden dieses Gerichts mehr als Erfüllung bietet. Last but not least sei auch die Käsestraße hervorgehoben, die dem Gast und Einkäufer mit Sicherheit eine Vielzahl an Produkten der Milch bietet, damit man später seine Gäste zu Hause mit außergewöhnlichen Käseplatten beeindrucken kann.

Diese vielfältige Auswahl an Geschmacksrichtungen passt ideal zu den Weinen aus den Weinbergen der Elsässer, deren Reben Bouquets in bewundernswerter Vielfalt bieten. Das sicherste Mittel, sie zu entdecken, sind Touren über die Elsässer Weinstraße. Es gibt nicht nur 38 Weinwanderwege, die hervorragend dazu geeignet sind, die elsässischen Weinbaugebiete zu erschließen. Auf leicht zu gehenden, mit Informationsschildern ausgestatteten Spazierwegen dringt der Besucher, der zum Elsaß-Fan geworden ist, in das Zentrum der Weinberge vor. Viele Winzer laden ihn zum Besuch ihrer Strausswirtschaften und Keller ein. Hier kann er dann vor Ort Wein und Sekt testen, er wird feststellen, das er für außergewöhnliche Qualität keine Unsummen bezahlen muss. So entstehen oft Freundschaften und Geschäftspartnerschaften, denn die Winzer sind gerne bereit kleine und größere Mengen an Wein dem Gast nach Hause zu schicken.







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