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Ihr Reiseführer für Frankreich

Chateau de Beynac


Das Chateau de Beynac in der Region Aquitanien im Südwesten Frankreichs ist eine der großartigsten Burganlagen in Europa. Die stolze Festung, die auf einem Felsen über dem Fluß Dordogne thront, vermittelt noch immer ein anschauliches Bild des hohen Mittelalters. Beynac war ein Schauplatz in einem der düstersten Kapitel in der Geschichte Frankreichs, der Unterwerfung der Katharer.

 

Das Schloss wurde im 12. Jahrhundert von Maynard de Beynac errichtet, zunächst nur als einfacher Wehrturm über einem 150 Meter hohen Felsen. Die Burg war dann kurzfristig im Besitz von Richard Löwenherz, damals Fürst von Aquitanien, bevor sie wieder dem aquitanischen Adel zuviel.

 


 


Im 13. Jahrhundert war Aquitanien eine Hochburg der Katharer, einer religiösen Laienbewegung, die das alte Testament ablehnte und jede Materie grundsätzlich als böse ansah. Die Katharer wurden, nachdem sie immer mehr Zulauf bekamen, von der katholischen Kirche brutal bekämpft. Sie wurden als Gotteslästerer und Häretiker gebranntmarkt und verurteilt. Beynac war zu diesen Zeiten eine Burg der Katharer.

 

Sie wurde 1214 im Zuge des Kreuzzuges gegen die Katharer eingenommen und geschleift. Die wiedererrichtete Burg wurde 1259 englisch, doch nach mit dem Ende des Hundertjährigen Krieges verschwanden die Briten endgültig aus Frankreich, so daß Beynac fortan wieder dem französischen Adel gehörte.

 

Die lange und wechselvolle Geschichte dieses imposanten Baus reicht bis in das 20. Jahrhundert, als das Schloss in Privatbesitz wechselte und aufwendig restauriert wurde. In Beynac finden sich Stilelemente aus fast allen Epochen. Besonders interessant sind die Fresken in der Kapelle, die aus dem 15. Jahrhundert stammen, und Malereien in den Wohnräumen aus dem 17. Jahrhundert.

 

Die Anlage vermittelt dem Besucher ein recht genaues Bild einer mittelalterlichen Festung- so sind noch alte Waffen zu bestaunen und die Zinnen der Burg sind wie in alten Zeiten mit angespitzten Holzpalisaden bewehrt. Einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der Festung erlangt man am besten, wenn man den grossen Wehrturm, den "Donjon" erklimmt. Angreifende Feinde waren von hier aus weithin sichtbar und schutzlos.

 


 

 

Die Mühen des Aufstiegs werden mit einem herrlichen Blick über das Dordognetal belohnt. Es war wohl dieses historische Ambiente, was 1999 den Regisseur Luc Besson dazu bewog, im Chateau de Beynac den Spielfilm "Johanna von Orléons" zu drehen. Das Schloss ist ganzjährig geöffnet und sollte als spektakuläre und geschichtsträchtige Sehenswürdigkeit besucht werden.

 

Ein Abstecher in das Dorf Beynac-et-Cazenac, über dem die mächtige Burg aufragt, ist dabei unbedingt empfehlenswert. Dieser malerisch an der Dordogne gelegene Ort mit den alten Häusern wurde zu einem der schönsten Dörfern Frankreichs gekürt und rundet den Besuch im Schloss ab.

 

 







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