Château de Chabans
Inmitten des Périgord im Süden Frankreichs, dieser faszinierenden Gegend, liegt Château de Chabans.
Mächtig erhebt es sich über das Tal der Vézère. Hier, am höchsten Punkt der Cote de Jor, hat man einen unbeschreiblichen Ausblick über das wunderschöne Umland.
Schon von weitem bietet der Anblick von Château de Chabans ein großartiges Bild, das im Betrachter auch ein wenig Ehrfurcht vor der Bauweise und dem Baustil vergangener Tage weckt.
Die vielschichtige und verschiedene Baustile umfassende Entstehungszeit des Schlosses begann im 15. Jahrhundert, seine heutige Form und Gestalt erhielt es jedoch erst später. Bauherr war Jean I. de Calvimont, das Schloss blieb rund 300 Jahre im Besitz seiner Nachkommen. Anschließend gab es bis hinein ins 20 Jahrhundert zahlreiche Besitzerwechsel.
Seit dem Jahre 1972 steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Die derzeitige Eigentümerin ist Marie-Joëlle Crichton-Watt, die es in den letzten 20 Jahren von Grund auf sanierte und restaurierte. Vieles wurde rekonstruiert, auch die Gärten erhielten ihre eigentlich Form zurück, jene barocke Gartenanlage war im Laufe der Jahrhunderte völlig verschwunden.
Die Bauten des Schlosses gruppieren sich rechteckig um einen Innenhof. Im Westen befindet sich das Haupthaus, ein zweiflügeliges Gebäude mit einem prächtigen barocken Nordflügel aus dem 17. Jahrhundert. Jener ist durch einen bewundernswerten viergeschossigen Pavillonturm mit dem Renaissance-Flügel verbunden. Wiederum hier im Anschluss befindet sich der älteste Bauabschnitt, ein etwas wuchtiger mittelalterlicher Rundturm.
Eine bezaubernde und wunderbar gepflegte Parkanlage umgibt das Schloss und bildet herrliche Formen aus. Hier kann man flanieren und sich die gesamte Anlagen mit etwas Abstand anschauen. Einen Teil der Räume von Château de Chabans kann man besichtigen, hier ist die Teilnahme an einer Führung sehr empfehlenswert.
Der Innenraum des Schlosses ist mit Mobiliar des 15. bis 17. Jahrhunderts ausgestaltet. Eine Sammlung wundervoller alter Tapisserien und Stickereien befindet sich stets an Ort und Stelle. Einige Zimmer werden für wechselnde Ausstellungen genutzt. Andere beinhalten bemerkenswerte Glasmalereien, die ältesten Stücke davon sind über 500 Jahre alt.
Auf die geschichtliche Bedeutung von Château de Chabans wird in einem Raum hingewiesen: Es spielte im Rahmen des Widerstandes bzw. Résistance im Zweiten Weltkrieg eine große Rolle: Am 12. August 1944 wurde hier der Widerstand gegen die Deutsche Besatzung in der Dordogne begründet.
Ein großer Wald umgibt die Schlossanlage, wodurch dem Bauwerk etwas Märchenhaftes anhaftet.
Teile des Schlosses können heute angemietet werden, für besondere Empfänge, Taufen, Hochzeiten und andere festliche Anlässe. Sein Ambiente macht ein solches Fest zu etwas ganz Besonderem, an das man sich noch gerne zurück erinnert.
Auch die nähere und weitere Umgebung ist zu allen Jahreszeiten sehr interessant. Lohnenswert ist beispielsweise der Besuch eines Trüffelgeländes, hier lernt man Details und Tricks zur Trüffeljagd hinzu.
In der Nähe von Château de Chabans befinden sich die bedeutenden Höhlen von Lascaux, deren Besuch man mit jenem des Schlosses verknüpfen kann. Auch hier kann man in vergangene Zeiten abtauchen und deren kunstwerke bestaunen. In der nahegelegenen Stadt Sarlat la Canéda wird man während eines Stadtbummels wieder in heutige Zeiten zurückkehren und kann die neu gewonnenen Eindrücke beispielsweise bei einem Café-Besuch im Ortskern noch auf sich wirken lassen.
|