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Ihr Reiseführer für Frankreich

Die blauen Wasser von Fontaine Bleau


Eines der schönsten und prachtvollsten Schlösser Frankreichs ist das FontaineBleau, etwas 50 km außerhalb von Paris.

998 errichtete hier Robert der Fromme ein kleines Jagdschloß. 150 Jahre später schloß Louis VII. hier eine Klosteranlage an, die Thomas Beckett einweihte. Doch das Schloß sowie das Kloster gerieten in Vergessenheit und zerfielen. Erst im 16. Jahrhundert wurde es von François I. und später seinem Sohn Henri IV. umgebaut in eines der größten Renaissance-Schlösser seiner Zeit.

 

Die prachtvollen Säle, die vielen Malereien italienischer Künstler, die feinen Stuckarbeiten und die geschmackvolle Einrichtung, machten es zu einem der beliebtesten Aufenthaltsorte des königlichen Hofes. Durch mehrere Um- und Anbauten hat es seine heute etwas kuriose Struktur erhalten. Die Gärten, die zum spazieren und erholen einladen, schmiegen sich wunderschön an das dichte Waldgebiet an.

 




Philibert Delorme hieß der Architekt, der das kleine Jagdschloß umbaute nach Vorbildern der Florentiner Paläste. Weitere Architekten waren Le Breton, Girard und andere, die im Laufe des Umbaus eng mit den italienischen Künstlern wie Rosso Fiorentino, dell\\' Abate und Primaticcio zusammen arbeiteten.

Heute befinden sich hier 5 Höfe, mehrere Prunksäle und Privatgemächer einzelner Herrscher aus vergangenen Zeiten sowie eine Kapelle. Die Galerie des François I. war die erste dekorierte Gallerie und mit dem Bau und der Dekoration des Schloßes hielt die Renaissance Einzug in Frankreich.

 

Sie wurde von dem Künstler Rosso Fiorentino dekoriert. Der große Festsaal hingegen wurde von den Malern Francesco Primaticcio und Niccolò dell\\' Abbate hergestellt. In den langen Kriegsjahren vor Napoleon geriet das Schloß wieder in Vergessenheit, doch er ließ es restaurieren und zu seinem Ruhm verschönern, als Kontrast zu dem leer stehenden Versaille. Die Säle wurden mit wunderbaren Holztäfelungen versehen und handgemalten Tapeten.

Fontainebleau wurde auch für wichtige Ereignisse in der Geschichte Frankreichs genutzt. So erließ Louis XIV. am 18. Oktober 1685 hier den Edikt der eingeschränkten Religionsfreiheit, was zu mehreren Hugenottenaufständen führt und er es später von Nantes widerruft. Im Frühjahr 1814 dankt hier Napoleon ab und entlässt offiziell seine Garde. Ende des zweiten Weltkrieges zieht hier die NATO ein und macht es zum Hauptquartier Europas.


Im Laufe der Jahrhunderte haben große Persönlichkeiten hier gelebt wie Christina von Schweden im 17. Jahrhundert, Peter der Große von Russland, Christian VII von Dänemark und 1804 krönte Papst Pius VII Napoleon hier.

Besichtigen kann man heute die Renaissance-Säle mit ihren einzigartigen Stuckarbeiten und Fresken, Holztäfelungen und Parkettfußböden. Verschiedene Wohnungen und Gemächer der einzelnen Könige wie Wohnzimmer, Festsaal, Thronsaal, Vorzimmer und Staatsräumlichkeiten zeugen mit ihrem der Epoche entsprechendem Mobiliar und den bemalten Täfelungen von einer unvergleichlichen Grandiosität der französischen Könige.

 


 


Im Erdgeschoß befinden sich die Räumlichkeiten Napoleons mit Büro, Herrenzimmer, Bad und Vorzimmern. Zusätzlich hat er noch Wohnungen für seine offiziellen Frauen Josephine und später Marie-Louise einrichten lassen sowie Mitarbeitern, die er in seiner Nähe wähnen wollte.
 
Teile des Schloßes gehören heute der "École d' Art Américaine",die amerikanischen Studenten zum Studium der schönen Künste dient.

Man kann sich mit der Pferdekutsche durch den Park und die umliegenden Wälder fahren lassen und die Pracht von außen betrachten. In den umliegenden Wäldern gibt es kilometerlange Wanderwege, die zur Entdeckung der Natur einladen.

 

 







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