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Die Grotte von Massabielle in Lourdes
Ganz im Süden Frankreichs, am Fusse der Pyrenäen und nahe der spanischen Grenze, liegt einer der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte, Lourdes.
In den etwa 15.000 Einwohner zählenden Wallfahrtsort pilgern jährlich Millionen Menschen, um zu beten.
Denn im Jahre 1858 erschien der damals 14 jährigen Bernadette Soubirou in der etwas abgelegenen Grotte von Massabielle mehrfach die Gottesmutter Maria. Seither nun pilgern Gläubige aus aller Welt an diesen Ort, an dem medizinisch nicht erklärbare Wunderheilungen geschahen.
Allerdings ist seit 15 Jahren kein "Wunder" mehr geschehen, da die heutige Medizin in ihren Fortschritten solch eine Deklaration nicht mehr zuläßt.
Etwa 6 Millionen Übernachtungen werden pro Jahr in Lourdes gezählt, was die Region wirtschaftlich stark prägt. Ein Flughafen in der Nähe und ein gutes Bahnnetz ermöglichen den Pilgern eine bequeme Anreise zu jeder Jahreszeit.
An der Grotte von Massabielle versammeln sich Menschen unterschiedlicher Alterstufen, unterschiedlicher Religionszugehörigkeiten, unterschiedlicher Länder, unterschiedlicher Gesellschaftsschichten und unterschiedlicher Rassen.
Ab dem 11.02.1858 soll Bernadette Soubrious an der Grotte von Massabielle mehrfach die Mutter Gottes erschienen sein und sich als "unbefleckte Empfängnis" offenbart haben. Diese Erscheinung war weiß gekleidet und erschien immer an der selben Stelle.
Während dieser Erscheinungen wurde eine Quelle durch Bernadette Soubrious in der Grotte von Massabielle freigelegt. Das Wasser dieser Quelle wird bis heute als heilend angesehen.
Daher gibt es auch jährliche Zeremonien für Gläubige, bei denen diese an Waschungen mit Quellwasser teilnehmen, um sich ihrer Altersbeschwerden, Verletzungen oder Krankheiten zu entledigen.
Massabielle bedeutet "alter Felsen" und die Grotte selbst setzt sich aus drei unterschiedlich großen Felsöffnungen zusammen. In der größten Öffnung wird die Heilige Messe gefeiert und oberhalb rechts davon ist eine etwa 2m hohe Nische. Dort erschien Bernadette Soubirous 18 Mal zwischen dem 11.02. und 16.07.1858 Maria. An diese Erscheinung erinnert die Statue, die ein Werk des Bildhauers Joseph Fabich ist und aus Marmor hergestellt wurde.
Das Mädchen wurde von der Erscheinung beauftragt, eine Kirche auf der Grotte zu errichten und es entstanden an der Grotte gleich mehrere große Kirchen und ein Prozessionsplatz. Der sog. "Heilige Bezirk" umfasst die Basilika der unbefleckten Empfängnis, die Rosenkranz-Basilika sowie eine Krypta und eben den Prozessionsplatz, auf dem zur Verehrung der Mutter Gottes Lichterprozessionen stattfinden.
Damals floß der Fluß Gave an der Grotte vorbei. Um nun aber Platz für die vielen Pilger an der Grotte von Massabielle zu haben, wurde 1858 und 1900 in zwei Schritten das Flußbett verlegt.
1879 starb Bernadette Soubrious und wurde am 08.12.1933 durch Papast Pius XI heilig gesprochen.
Es gibt in einigen Orten weltweit die Nachbildung der Grotte von Massabielle, die sog. "Lourdes-Grotten" und am 11.02. erinnert jährlich ein Gedenktag an die Erscheinung Marias, der "Gedenktag unserer Lieben Frau in Lourdes".
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