Die Kathedrale Saint-André in Bordeaux
Die Kathedrale Saint-André von Bordeaux ist der größte sakrale Bau der Stadt und eine der größten Kathedralen Frankreichs.
Mit 124m Länge, 18m Breite im Querhaus, 23m Höhe im Langhaus sowie 29m im Chor ist sie ein eindrucksvolles und gigantisches Zeitzeugnis.
Die Errichtung der Kathedrale Saint-André wird auf das 11.- 12. Jh. geschätzt.
Im Jahr 1096 wurde die auf Resten einer angevinisch romanischen Kirche erbaute Kathedrale durch Papst Urban II geweiht. Von der ehemaligen Ursprungskirche ist nur noch der westliche Teil erhalten und die neu erbaute Kathedrale Saint-André wurde größtenteils im gotischen Stil erbaut.
Diese Erweiterung, die besonders sichtbar an den hohen Fenstern im typisch gotischen Stil wird, erfolgte vom 12. bis 15. Jh.
Fertigstellung war weitestgehend Ende des 12. Jh., doch dann folgten Ausbesserungen und stilistische Änderungen.
Somit ist dieser Sakralbau damit romanischen Ursprungs.
1440 wurde der Glockenturm nebst Marienstatue Notre-Dame d\\'Aquitaine erbaut. Des weiteren verfügt die Kathedrale über zwei mächtige 81m hohe Türme mit gotischen Aufsätzen.
Imposant steht die Kathedarale in der Mitte der Altstadt und aufgrund ihrer Ausmaße inmitten eines großen Platzes streckt sie sich majestätisch empor.
Die Kathedrale besticht durch diverse Stilrichtungen aufgrund der Arbeit über Epochen an ihr, zudem verwirklichten sich hier gleich mehrere Architekten. Man spricht von sieben Architekten, alle nicht sehr namhaft, die ihr Können unter Beweis stellten.
Man sieht Stützmauern am Gebäudeäußeren, die auf eine statische Fehlberechnung der Baumeister schließen lassen und nachträglich angebracht wurden. Eventuell schienen auch die Gewölbe vom Einsturz bedroht und so wurden schwere Stützen mit doppelten Verstrebungen angebaut, um Sicherheit und Tragkraft zu gewährleisten.
Es befinden sich gleich zwei Portale an der nördlichen Seite der Kathedrale.
Einmal das Nordportal, über dem Figurengruppen christliche Szenen der Bibel nachstellen und rechts daneben liegt dann das Portal "Rayal", welches im 13. Jh. mit besonders viel Detailliebe und künstlerischem Können errichtet und verziert wurde.
Alle 12 Apostel sind hier dargestellt und die "Auferstehung Christi" sowie "Das jüngste Gericht" sind zudem in Stein gemeißelt.
Das Kirchenschiff ist recht schmal und in ihm befinden sich der Chor, zudem finden hier auch mehrere Kapellen Platz. Die Kanzel verzaubert durch eine Kombination aus rotem Mamor und Mahagoni.
In dieser Kathedrale, deren Inneneinrichtung während der Französischen Revolution zerstört wurde und die dann als Scheune diente, fanden die Eheschließungen von Eleonore von Aquitanien mit dem späteren König Ludwig VII. im Jahre 1137 sowie die von Ludwig XIII. mit Anna von Österreich im Jahre 1615 statt.
Die Stadt Bordeaux und mit ihr die Kathedrale Saint-André liegen auf dem Jacobsweg, dem Weg für Pilger nach St.-Jacques-de-Compostelle. Somit sind die Darstellungen des Jakobus als Pilger und Skulpturen aus dem 13. Jh. besonders interessant anzusehen.
Seit 1998 steht die Kathedrale Saint-André auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO und der Kirchenschatz steht zur Besichtigung frei. Miniaturmalereien und Gemälde können bestaunt werden.
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