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Ihr Reiseführer für Frankreich

Aix-en-Provence


Die alte Stadt Aix-en-Provence ist das Urbild der südfranzösischen Stadt – voller Licht, Leben und historisch wertvoller Architektur. Darüber hinaus ist sie von einzigartiger Schönheit, und nicht nur die weltberühmten Brunnen tragen dazu bei, dass Bewohner (unter ihnen zahlreiche Studenten) wie auch Besucher in Aix das Flair von Leichtigkeit und Lebensfreude genießen können.

 

Aix-en-Provence wurde noch vor Christi Geburt als Aquae Sextiae Salluviorum auf den Überresten einer keltischen Siedlung von den Römern errichtet. Die Geschichte verlief wechselvoll, doch war Aix oft und über lange Zeiträume politisches und auch religiöses Zentrum der Region. Erst spät lief das südlich, an der Mittelmeerküste gelegene Marseille Aix-en-Provence den Rang ab.

Ein Besuch der 140.000-Einwohner-Stadt lohnt sich zu jeder Jahreszeit, denn für den weniger sonnenverwöhnten Mitteleuropäer führt das mediterrane Klima auch in der Neben- und Nachsaison zu angenehmen Temperaturen. Diese lassen sich bei einem Kaffee oder Aperitif auf der Terrasse eines der zahlreichen Bistros und Cafés ausgiebig genießen.

 


 

 

Ohnehin ist das sichere Aix-en-Provence eine Stadt der Flaneure und Radfahrer; die nahe bei einander gelegenen Sehenswürdigkeiten erfordern keinen Wagen (Parkplätze sind Mangelware), so dass auch die Anreise am besten mit dem Flugzeug (Flughafen Marseille-Provence) oder der Bahn (TGV von Paris) erfolgt. Ein Spaziergang beginnt am besten am bereits 1649 angelegten Cours Mirabeau, der Flaniermeile und Prachtstraße der Stadt. Nicht weit entfernt lädt bereits der Parc Jourdan zum Verweilen ein.

Zu den unbedingt sehenswerten Bauwerken der Bischofsstadt zählen neben den über vierzig Brunnen wie dem beeindruckenden La Rotonde sowie der Fontaine du Roi René an den beiden Endpunkten des Cours Mirabeau die Kirchen Saint-Saveur (Heiliger Erlöser, Sitz des Bischofs) sowie Saint-Jean-de-Malte. Saint-Saveur in der Rue Gaston-de-Saporta ist gotisch und von der Nähe zu Italien geprägt.

 

Der Flügelaltar aus dem 15. Jahrhundert von Nicolas Froment zeigt das Motiv des brennenden Dornbuschs. Teile des Baptisteriums stammen aus dem vierten Jahrhundert, und im Inneren derselben stammen acht Säulen noch aus der Zeit der römischen Herrschaft. Saint-Jean-de-Malte in der Rue Cardinale stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist eine ehemalige Hospitalkirche des Johanniterordens.

 

Durch ihren Glockenturm ist sie das höchste Gebäude der Stadt. Im Inneren birgt sie die "Kreuzigung" von Eugene Delacroix. Direkt neben der Kirche liegt das Musee Granet, das neben einer archäologischen Sammlung bedeutende Werke der flämischen, holländischen, französischen und italienischen Kunst beherbergt.

 




Auch Paul Cézanne stammt aus Aix, und dass das Licht, die Vegetation und die Ortschaften seiner Heimat große Teile des Werks dieses bedeutenden Vorreiters der Moderne bestimmten, lässt sich im Pavillon Paul-Cézanne nachvollziehen, in dem der Maler sein Atelier hatte und das ihm nun gewidmet ist.

Der Kunstinteressierte sollte zudem keinesfalls den Besuch der 1976 gegründeten Fondation Vasarely versäumen; auf einem Hügel westlich des Stadtzentrums gelegen, besteht das Gebäude aus sechseckigen Strukturen mit graphisch gestalteten, schwarz-weißen Fassaden. Der Medienkünstler Victor Vasarely inszenierte hier eine einzigartige Verbindung von moderner Kunst und dem Einsatz von Film und anderen Medien des technischen Zeitalters. Von hier aus bietet sich ein schöner Blick auf das historische Zentrum von Aix.

Aix-en-Provence bietet Lebensqualität – nicht umsonst wählen die meisten Franzosen, nach ihrem Wunschwohnort befragt, eben dieses Aix zu ihrem Favoriten. Auch die gute provencalische Küche dürfte zu diesem Image einiges beigetragen haben…

 

 







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